DSGVO

Die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) gilt seit dem 25. Mai 2018 und wurde am 14. April 2016 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie beschlossen. Damit wurden die bisherigen Richtlinien der EU an die Digitalisierung angepasst. Auch Einzelhändler sind davon betroffen. Ausgenommen sind nur Händler, die ihre Kundendatei handschriftlich festhalten und sonst keinerlei Daten, wie die des Personals, elektronisch verarbeiten. Denn mit der Verordnung musst Du die personenbezogenen Daten aller Kunden, Partner und Kollegen (Lohnbuchhaltung) schützen. Dazu gehören sämtliche Informationen, die eine Person identifizieren könnten. Das sind neben schriftlichen Daten in der Finanzbuchhaltung auch Geschäftskontakte und Aufzeichnungen von Videokameras im Geschäft.

Folgende Punkte solltest Du als Einzelhändler beachten:

- Keine dritten Personen dürfen Zugriff auf die Daten in Deinem System haben.
- Du musst Deine Daten-Verarbeitungssoftware immer auf dem aktuellsten Stand halten, so wie auch das Betriebssystem und den Virenscanner.
- Schütze die Daten mit Passwörtern und sichere Deine Daten regelmäßig.
- Videoüberwachung ist weiterhin erlaubt, sofern der Grund berechtigt ist und der Verantwortliche eindeutig ist. Du musst Deine Kunden jedoch mit einem Aushang darüber informieren. Auf diesem Aushang sollten Deine Kunden erkennen, warum die Kameras angebracht wurden, von wem sie installiert wurden, ob es einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten gibt, welche Rechtsgrundlagen vorliegen (auch für Kunden) und wo die Daten in welchem Zeitraum gespeichert werden.
- Funktionalitäten die Deine Kamera nicht benötigt (z.B. Zoom oder Schwenk) solltest Du ausschalten. Die Daten müssen nach 48 Stunden gelöscht werden und die Aufnahmezeit sollte zeitlich eingegrenzt sein.
- Wenn in Deinem Unternehmen ca. 10 Personen mit der automatisierten Verarbeitung von personenbezogenen Daten beschäftigt sind, benötigst Du einen Datenschutzbeauftragten in Deinem Geschäft.
- Wenn Du mehr als 250 Mitarbeiter in Deinem Unternehmen beschäftigst, musst Du ein Verfahrensverzeichnis führen. In einem Verfahrensverzeichnis katalogisiert Du Deine Datenverarbeitungsprozesse. Allerdings musst Du auch ein Verfahrensverzeichnis führen, wenn Dein Unternehmen regelmäßig Daten verarbeitet. Daher empfiehlt sich das Verzeichnis auch für kleinere Unternehmen. Es ist vor allem notwendig, wenn Du auch einen Online-Shop führst.
- Gehe sparsam mit sämtlichen Daten um und nutze sie nur für bestimmte Zwecke. Deine Kunden, Kollegen und Geschäftspartner müssen darüber informiert werden, welche Daten Du von ihnen speicherst.
- Erstelle eine Datenschutzerklärung, einen Reaktionsplan bei Datenschutzverletzungen und eine Folgeabschätzung für die Verarbeitung der jeweiligen Daten.
- Personen unter 16 Jahren können nicht in die Datenverarbeitung einwilligen.
- Verzichte auf neuartige Technologien in Deinem Geschäft.
- Jeder Betroffene hat das Recht auf Auskunft über die Verarbeitung seiner Daten, die Speicherdauer und darüber, wer die Daten einsehen kann. Der Betroffene kann jederzeit verlangen, dass seine Daten gelöscht oder verändert werden.

10.05.2019
https://www.shopify.de/blog/opt-in-dsgvo

25.05.2018
https://www.einzelhandelslabor.de/aktuelles/einzelhandel-und-datenschutzgrundverordnung-dsgvo/

25.05.2018
https://www.haendlerbund.de/de/downloads/dsgvo-guide-stationaerer-handel.pdf

13.03.2018
https://www.haendlerbund.de/de/downloads/ebook-dsgvo.pdf

16.02.2018
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Digitale-Welt/europaeische-datenschutzgrundverordnung.html



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